Platoon


Einen Film wie Platoon kann man nicht als „gut“ oder „schlecht“ bezeichnen. Er ist wie er ist: Eindrucksvoll, verstörend, ein Versuch, den Vietnamkrieg darzustellen. Der Vietnamkrieg gilt als „Stellvertreterkrieg“ während des Kalten Krieges und ist einer der bedeutendsten und grausamsten Kriege in der Geschichte der USA.

Krieg ist Männersache – Das wird hier besonders deutlich. Die Menschlichkeit eines Mannes kann allerdings im Krieg schnell verloren gehen; auch das wird deutlich. In „Platoon“ geht es um einen jungen Soldaten, der sich freiwillig gemeldet hat, um in Vietnam zu kämpfen. Er hat dafür das College abgebrochen, weil er dort sowieso nicht lernt. Doch sowohl im Platoon (einer militärischen Einheit) als auch mit dem Feind gibt es diverse Konflikte. Die Frage nach richtig oder falsch stellt sich immer wieder, genauso wie die Frage, wer eigentlich der Feind ist.

Normalerweise vermeide ich Kriegsfilme wie diese. Sie sind ein ums andere Mal wieder der Beweis dafür, dass Menschen nicht unfehlbar sind und dass Kriege besonders grausam für einfache Zivilisten sind. Der Wille zu überleben treibt uns grundsätzlich an, doch vergessen wir dabei, dass er uns genauso verwundet und vernichtet, sowohl physisch als auch psychisch.

Wer diesen Film ansieht um Action zu sehen, der sollte es lieber gleich bleiben lassen. Es geht hier vor allem darum, wie sich ein Mann, ein Mensch, durch solche Ereignisse verändert, was er zurücklässt, wenn er mit dem Töten fertig ist.

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