The Chilling Adventures of Sabrina (Serie)

The Chilling Adventures of Sabrina (Serie)

Wer kennt sie nicht, die quirlige Teenager-Hexe aus den 90ern, die bei ihren Tanten wohnt und als Halbhexe sowohl mit der menschlichen als auch mit der „anderen“ Welt klarkommen muss? The Chilling Adventures of Sabrina ist allerdings vollkommen anders. Düsterer, teuflischer, erschreckender – Horror, aber auf eine sehr charmante Art und Weise verpackt.

Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Roberto Aguirre-Sacasa liefert diese Netflix-Produktion einen anderen Blickwinkel auf die teuflischen Machenschaften von Hexen. Hier geht es nicht nur um das Erwachsenwerden der jungen Halbhexe Sabrina, sondern auch um okkultische Pseudo-Realitäten, die vielleicht auch einen kritischen Blick auf andere gottesfürchtige Strömungen wirft. Sabrina zweifelt an Moralvorstellungen als auch Riten, die ohne Hinterfragen ausgeführt werden. Sie versucht ihre Menschlichkeit und das, was es bedeutet, Freunde zu haben oder jemanden zu lieben, nicht zu verlieren.

Ihre beiden Tanten haben häufig sehr verschiedene Vorstellungen davon, was gut und richtig ist. Hilda, die mollige, schüchterne, gemütliche Tante folgt nicht immer den Regeln. Sie wurde aus der Church of Night exkommuniziert. Die strenge und streng gläubige, eiskalte Zelda hingegen tut alles dafür, das Ansehen der Familie aufrecht zu erhalten und praktiziert ihren Glauben auch, wenn es den Tod bedeuten würde.

Es ist ein Horror-Thriller, der aber durchaus unterhaltsam ist. Es gibt kaum Momente, die wirklich erschrecken oder nicht vorhersehbar sind. Setting und Kostüme sind gut gewählt, Special Effects auf ein Minimum reduziert. Es geht mehr um die Charaktere und ihre inneren Kämpfe als um ein großes Heldendasein. Der moralische Zwiespalt zwischen Gut und Böse ist der ständige Begleiter eines Jeden.

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