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Northanger Abbey


Northanger Abbey ist ein Film für leichte, romantische Unterhaltung mit einer Menge Charme. Es ist herrlich der Protagonistin Catherine Morland (Felicity Jones) zuzusehen, wie sie in einen Rausch der Fantasie abschwirrt, sobald sie einen Roman in die Hand nimmt. Ihre Naivität gegenüber der Welt steht den Romanen, die sie so liebend gerne liest, in nichts nach. Doch dann wird sie auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, als sie gleich von zwei Männern auf einmal umschwärmt wird. Unterschiedlicher könnten diese beiden Herren gar nicht sein: Der eine ist Henry Tilney, ein Gentleman aus gutem Hause, der Spaß daran hat, mit seiner Schwester und Catherine lange Spaziergänge zu unternehmen und sie zu unterhalten. Der andere hingegen ist ein derber Bursche mit ungehobelter Ausdrucksweise, der Catherine absichtlich missversteht und zu glauben scheint, dass diese ihm doch so gut wie versprochen ist.

Die Stadt Bath war zu Jane Austens Zeiten ein Ort für Erholung aber auch ein Sündenpfuhl. In diesem Film wird deutlich, was sich selbst in höchster Gesellschaft an Widrigkeiten zugetragen hat, dass ein so junges Mädchen wie Catherine dabei nur ausrufen kann: How shocking! Dies äußert sie gegenüber ihrer Freundin Isabella, die in ihrem Kopf nicht immer die reinsten Gedanken trägt. Trotzdem ihr Catherines Bruder einen Heiratsantrag gemacht hat und sie ein wenig enttäuscht ist über den Mangel an Vermögen, das dieser mit in die Ehe bringt, lässt sie sich nicht davon abbringen, mit dem verdorbenen Bruder des werten Herrn Tilney etwas anzufangen.

Alles in allem ein herrlicher Film mit schönen Kostümen, Tänzen und Musik, geistreichen und witzigen Dialogen und eben dem Charme, der für eine Jane Austen üblich ist.

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