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Destination Wedding

Du hast es satt, Romantik-Komödien anzusehen, die vor Schmalz nur so triefen? Dann ist diese mehr oder weniger romatnische Komödie genau das richtige für dich!

Es beginnt damit, dass sich die beiden Protagonisten Lindsay (Wynona Ryder) und Frank (Keanu Reeves) auf dem Flughafen begegnen und kurz darauf feststellen müssen, dass sie zur gleichen Hochzeit irgendwo auf dem Land eingeladen sind. Eigentlich haben sie beide überhaupt keine Lust auf diese Hochzeit und beginnen damit, über alles zu meckern, was ihnen unterkommt. Noch dazu sind beide äußerst beziehungsresistenz, haben unangenehme Macken entwickelt und können sich im Grunde weder für das Brautpaar noch über die Hochzeit an sich freuen.

Mit zunehmendem Voranschreiten der Story merken sie aber, dass sie die einzigen Personen sind, die dieses ganze Hochzeitsgehabe nicht wirklich mitmachen, flüchten sich in die Wildnis der Weinberge und diskutieren unaufhörlich darüber, wie scheiße das Leben ist. Dass sie sich am Ende dann doch ineinander verlieben, dürfte allerdings jedem Zuschauer von Anfang an klar sein.

Das Skript könnte genausogut fürs Theater geschrieben worden sein. Es strotzt nur so vor Dialogen zwischen den beiden zankenden Protagonisten. Es ist aber gleichzeitig auch eine Art Millieu-Studie – diese Hochzeiten auf dem Land, wo die gesamte Hochzeitsgesellschaft mehrere Tage damit verbringt, die Zeit totzuschlagen, mit sinnlosen Spielen, vorausgeplanten Aktivitäten und einer Trauung unter freiem Himmel im untergehenden Sonnenlicht. Genau die Art von Hochzeit, die ein Single einfach nicht besuchen möchte. Und wenn doch, dann passiert eben genau das: Man verbrüdert sich mit dem einzigen anderen Single, der das Leben genau so wenig auf die Reihe bekommt wie man selbst, und versucht wenigstens das Beste aus einer ausweglosen Situation zu machen.

Wynona Ryder und Keanu Reeves sind in der Rollenbesetzung absolute Spitzenklasse. Beide wissen mit ihren verschrobenen Charakteren umzugehen und mit einer geradezu verbissenen Art bis zum Ende böse Mine zum guten Spiel zu machen. Alle anderen Personen sind Nebendarsteller und haben im Grunde nichts zu sagen. Es lässt uns als Zuseher Teil dieser zynischen Gemeinschaft zwischen dem Bruder und der Ex-Freundin des Bräutigams werden. Absolut sehenswert.

 

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